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Samstag, 6. März 2010

TSV gewinnt zwei wichtige Punkte in Balingen

Starke Leistung des gesamten Teams beim 30:28-Erfolg

Die Dormagener Spieler tanzten durch die Halle und feierten den Gewinn der zwei Punkte - nach den Siegen in Minden und Wetzlar war das bereits der dritte Auswärtserfolg in dieser Saison. Und der war vor allem aufgrund der herausragenden Leistung in der ersten Halbzeit völlig verdient. Da Konnten die Gastgeber zwar mehrere Male ausgleichen, aber nicht einmal in Führung gehen. Das lag auch an Jens Vortmann, der wiederum eine starke Leistung im Tor zeigte. Dank der minimalen Fehlerquote setzte der TSV sich ab der 20. Minute bis auf 14:10 ab und Tobi Plaz erhöhte sogar noch in doppelter Unterzahl. Den Fünf-Tore-Vorsprung nahm der TSV in die Pause mit. Danach jubelten die mitgereisten Dormagener Fans über die erste Szene der zweiten Hälfte, die mit dem Treffer von Kreisläufer Sebastian Linder eine Kopie des Spielbeginns war.

Doch auch nach dem 18:12 war den Gästen klar, dass "dieses Spiel nicht gegessen ist." Kai Wandschneider hatte schon in der Kabine nachdrücklich vor der zu erwartenden Balinger Attacke gewarnt, zumal der nach 14 Minuten für den blassen Marinovic gekommene Torwart Ivan Zoubkoff mit sehenswerten Paraden aufwartete. Der Ansturm kam dann auch, aber längst nicht mit dieser Effektivität wie nach Dormagens Neun-Tore-Niederlage an gleicher Stelle vor einem Jahr zu befürchten war. Balingen war in der 44. Minute dran, als Lobedank, Ilitsch und Wilke bis auf 21:22 verkürzten. Mehrfach noch keimte die Hoffnung der heimischen Fans in der nun hektischer werdenden Partie auf, in der die Schiedsrichter Ralf Damian und Frank Wenz einen kühlen Kopf behielten und angemessen auf die Regelverstöße reagierten.

Zweieinhalb Minuten vor Schluss sorgte Benjamin Herth mit seinem dritten verwandelten Strafwurf für den letzten Anschlusstreffer zum 27:28. Denn nach dem Doppelschlag von Spyros Balomenos war die Begegnung entschieden. Auch gegen die nun offene Balinger Manndeckung ließ der TSV nichts anbrennen. Es war ein Sieg des Kollektivs, der in der offiziellen Statistik nicht ganz korrekt dargestellt wird, weil dort diverse falsche Torschützen aufgelistet werden. Tatsächlich gab es auf Dormagener Seite mit Florian Wisotzki, Nils Meyer, Sebastian Linder und Dinos Chantziaras vier Spieler, die jeweils fünf Tore erzielten. Alle anderen steuerten Treffer bei oder halfen in wichtigen Phasen mit, dass die Kollegen auf der Bank Luft holen konnten. Und Vitali Feshchanka schloss nach seiner Einwechslung nahtlos an die gute Leistung von Jens Vortmann an.

Stimmen:
Kai Wandschneider: "Wir haben den Kampf angenommen und sind gut vorbereitet in die Partie gegangen. In der zweiten Halbzeit hatten wir sicher den psychologischen Vorteil, dass wir weiter in Führung bleiben konnten. Ich muss allen Spielern ein Riesenkompliment machen. Ohne Zweifel hat Spyros Balomenos heute sein bestes Saisonspiel gemacht. Auch Dinos Chantziaras zeigte eine starke Leistung. Für uns war es nach dem Schlag mit dem Weggang von Christoph Schindler wichtig zu wissen, wo wir stehen, die Spiele gegen Kiel und Hamburg waren ja kein Maßstab."

Thomas Dröge: "Wir haben uns die Punkte zurückgeholt, die wir im Hinspiel abgegeben haben. Der Sieg gibt natürlich viel Kraft für die nächsten Aufgaben."

Dr. Rolf Brack: "Das ist für uns heute ein bitterer Moment. Wir haben das Hinspiel gewonnen und auch im letzten Jahr hier Dormagen souverän geschlagen. Mit einem Sieg hätten wir die Zukunft sicher optimistischer angehen können. Leider haben wir auch in Überzahl entscheidende Tore bekommen und zu viele freie Bälle verschossen. In der Schlussphase war unsere Abwehr zu schwach."

Manager Benjamin Chatton: "Wir müssen zu den eigenen Tugenden zurück finden und über den Kampf kommen. Das Licht geht jetzt natürlich nicht aus, es wird für uns aber nicht einfacher."           

Statistik:
HBW Balingen-Weilstetten:
Marinovic, Zoubkoff; Lobedank (5), Herth (4/3), Sauer (1), Feliho (2), Wilke (2), Ettwein (2), Strobel (1), Oelze (5/2), Temelkov, Bürkle (2), Ilitsch (4), Müller.

TSV Dormagen: Vortmann, Feshchanka; Wisotzki (5), Holst, Plaz (2), Balomenos (3), Meyer (5), Linder (5), Dmytruszynski (1), Nippes (1), Chantziaras (5), Lochtenbergh (3/1), Wittig, Mahé.

Schiedsrichter: Damian/Wenz (Bingen/Mainz). - Zeitstrafen: 12:10 Minuten. - Siebenmeter: 7/6:2/1 (Oelze wirft einmal daneben - Marinovic hält einmal gegen Lochtenbergh, der im Nachwurf erfolgreich ist). - Spielfilm: 1:3 (5.), 6:6 (10.), 10:10 (14.), 10:15 (24.), 12:17 - 12:18, 17:20 (39.), 21:22 (44.), 24:26 (53.), 27:28 (58.), 27:30, 28:30.

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